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Hundekrankheiten
Folgende Informationen sind für einen Hundehalter unerlässlich
Folgende Informationen sind
unsere Erfahrungen aus 20 Jahren Hundehaltung, stimmen Sie sich vor einer Behandlung immer mit
dem Tierarzt Ihres Vertrauens ab !
Sie sollten Ihren Hund vom ersten
Tag dazu erziehen, daß er sich untersuchen und behandeln läßt. Es gibt
für einen Tierarzt nichts unangenehmeres als unerzogene, ängstliche
und/oder bissige Hunde.
Sie selbst sollten in der Lage sein, Ihren Hund auf den Untersuchungstisch
zu heben, ihn bei den Untersuchungen festzuhalten und später die
Medikamente zu verabreichen.
Darüber hinaus erwartet Ihr Tierarzt keine Schilderung Ihres bunten
Familienlebens sondern eine kurze Schilderung der Symptomatik.
Manche Tierärzte schätzen es allerdings nicht, wenn Sie als Besitzer
vorab einen Verdacht äußern oder gar eine Art Diagnose stellen.
Wenn Sie den Tierarzt verlassen,
hindern Sie Ihren Hund daran, sich vor der Praxis zu "verewigen".
Autoimmunerkrankungen
Bindehautentzündung
Cauda-equina-Kompressions-Syndrom
Demodikose
Dermatomyositis
Durchfall
Entzündungen des Gesäuges (Mastitis)
Epilepsie
Erbrechen
Follikel auf der Nickhaut
Fremdkörper im Magen
Fremdkörper im Ohr
Gebärmutterentzündung (Pyometra)
Hautentzündungen des Welpen (Juvenile Pyodermie)
Magendrehung
Neugeborenen-Ophtalmie
Ohrenentzündung (Otitis externa, Ohrenzwang)
Pemphigus vulgaris
Persistierende Milchzähne
Pilzerkrankungen (Mykosen)
Prostataentzündung
Rektumdivertikel
Rachenmandelentzündung
Scheinträchtigkeit
Schilddrüsenunterfunktion
Vestibularsyndrom
neu am 08.10.2008
Vorhautenzündung
Tips zur Welpenaufzucht
Autoimmunerkrankungen
wenn der Hund Antikörper gegen
eigene Strukturen bildet, kann sich das in vielfachen Erscheinungen äußern,
häufig als Hauterkrankung, deren Ursache nicht gefunden werden kann,
siehe auch: Pemphigus vulgaris
Bindehautentzündung
Symptome:
rote, verschleimte, tränende teilweise sogar eitrige Augen,
angeschwollene Nickhäute, häufig verursacht durch starken Wind oder
Fremdkörper
Behandlung:
Behandlung:
Ursache beheben (Hunde beim Autofahren nicht aus dem geöffneten Fenster
gucken lassen), Ausspülen und antibiotische Augensalbe oder Augentropfen
Cauda-equina-Kompressions-Syndrom
Symptome:
Hinterhandschwäche, Katzenbuckel, Lähmungen im Hinterhandbereich, Schwierigkeiten beim
Aufstehen u. Treppensteigen, Empfindungsstörungen (gar keine mehr oder
Überempfindlichkeit) Kotabsatzschwierigkeiten, Zehenschleifen,
plötzliches Zusammensacken der Hinterhand ohne deutliche
Schmerzäußerungen
Behandlung:
konservativ:
Ruhigstellung und Gabe von Antibiotika (führt nicht zum
Dauererfolg)
in nicht wenigen Fällen ist allerdings jede Medikation wirkungslos
Alternative:
Operation (chirurgische Dekompression)
mehr Infos: http://diensthundepraxis.bei.t-online.de/Erkr_Beweg1b.htm
Demodikose
Symptome:
Hautrötungen und (gelbe) Schuppen am ganzen Körper, meist ohne Juckreiz
(tritt eher bei jungen Hunden auf). Normalerweise
hat jeder Hunde Demodexmilben auf seiner Haut, die aber das
Allgemeinbefinden nicht beeinträchtigen. Spontanheilung, allerdings kann
auch eine angeborene Immunschwäche die Ursache sein. Beim geringsten
Verdacht einer familiären Häufung sollte mit diesen Hunden nicht gezüchtet
werden.
Behandlung:
Wir behandelten erfolgreich mit „ Amitraz“ und Gaben von Vitamin C.
Eine Freundin musste ihre Hündin sogar komplett abscheren, um dann mit
Amitraz zu behandeln, das haben wir nicht machen müssen.
mehr Infos
unter: http://www.kleintiermedizin.ch/hund/demodex/index.html
Dermatomyositis
(früher Epidermolysis bullosa)
Symptome:
im Welpenalter beginnend: Pusteln, Krusten, Blasen auf der Haut,
Haarausfall, und starke Entzündungen im Kopfbereich und an den Extremitäten.
Behandlung:
mit Kortison bei ungünstigen Heilungsaussichten
mehr Infos
unter: 
Durchfall
Ohne erkennbare Ursache haben
Hunde einmal Durchfall, ohne daß man sich darüber größere Gedanken
machen müßte. Am besten setzt man den Hund sofort auf 0-Diät und gibt
ihm nur etwas zu trinken. Als wirksame Schonkost gilt Reis und Geflügel
oder Reis mit Brühe, manche Tierärzte empfehlen auch Reis und Hüttenkäse,
die man nach dem Diättag in kleinen Portionen füttert.
Sollte der Durchfall anhalten
oder zu häufig auftreten oder magert der Hund ab, oder hat der Hund sogar
Brech-Durchfälle, sucht man besser den Tierarzt auf.
Die Ursachen können so vielfältig sein, daß man erst eine Vielzahl von Untersuchungen machen lassen muß, um
den Hund gezielt behandeln zu können.
Unsere längste Behandlungssequenz bei Tobi dauerte 1,5 Jahre !
Entzündungen
des Gesäuges (Mastitis)
Kommt selten bei scheinträchtigen
Hündinnen vor, viel mehr bei Hündinnen im Anschluß an eine Geburt bzw.
die Aufzucht der Welpen. Meist ist nur ein Abschnitt des Gesäuges
betroffen. Beobachten Sie bei einer säugenden Hündin immer sorgfältig
das Gesäuge und prüfen Sie, ob es auffällig heiß ist !
Das Allgemeinbefinden der Hündin
kann völlig normal sein bis apathisch, fieberfrei bis hohes Fieber.
Behandlung:
Lassen Sie die Welpen nicht mehr saugen, weil sonst auch die Welpen
gefährdet sind, eitrige Sekrete zu trinken. Der Mutterhündin gibt man
Breitspektrumantibiotika. In seltenen Fällen muß ein Teil des Gesäuges
entfernt werden.
Epilepsie
Symptome:
schlagartiges Stürzen, Krämpfe, Laufbewegungen, unkontrollierter
Speichelfluss, Kaubewegungen, Schreien.
In der Rückschau fällt meist
auf, daß sich die Tiere schon wenige Stunden vorher seltsam verhalten
(kriechen in Ecken und sind nicht zu bewegen, diese zu verlassen oder
weichen nicht von der Seite des Besitzers oder sind eigenartig ruhig)
Die Krampfanfälle können wenige
Sekunden bis mehrere Minuten dauern. Nach den Anfällen sind die Tiere
erschöpft und haben häufig Orientierungsschwierigkeiten.
Die Ursachen für Epilpsie sind
vielfältig !
Behandlung:
Suchen Sie in jedem Fall professionellen Rat bei Ihrem Tierarzt. Es gibt
Hunde, die nach einer Sterilisation/Kastration oder nach Medikation (z.B.
Luminal) völlig
beschwerdefrei alt werden. Es gibt allerdings auch Hunde, die trotz aller
Behandlungsversuche in immer kürzer werdenden Abständen Krampfanfälle
haben und im schlimmste Fall im sogenannten „Status epilepticus“
bleiben.
Erbrechen
Spontanes und einmaliges
Erbrechen kommt bei Hunden sehr häufig vor. Manchmal hat man sogar den
Eindruck, daß sie durch Fressen von Gras dieses Erbrechen bewußt herbeiführen.
Auch Jagdhunde wollen sich häufig ihre Arbeit etwas leichter machen, in
dem sie vor dem Einsatz schnell noch einmal erbrechen.
Problematisch wird es, wenn der Brechreiz gar nicht mehr aufhört.
Überlegen Sie (gerade beim jungen Hund), ob er irgendetwas gefressen
haben könnte, was eigentlich nicht zum Verzehr geeignet ist.
Im Zweifelsfall lassen Sie den Tierarzt nach der Ursache suchen.
Einer unserer Welpen hat einmal das gesamte Innenfutter eines
Winterstiefels gefressen. Wir ließen sie anschließend sofort Sauerkraut
fressen und nach wenigen Minuten erbrach sie dann (Gott sei Dank) sowohl
das Kraut als auch das Innenfutter.
Follikel
auf der Nickhaut
Symptome:
bei einer hartnäckige Bindehautentzündung, die sich allen
Behandlungsversuchen widersetzt, sollte man sich die Nickhäute einmal
genauer ansehen. Follikel sehen so ähnlich aus wie Himbeeren und reizen
permanent die Bindehaut.
Behandlung:
Augensalbe, Augensalbe, Augensalbe oder
Abschaben der gesamten Bindehaut mit einem scharfen Löffel unter
Vollnarkose. Dadurch wird eine hochakute Entzündung geschaffen; die
anschließende Narbenbildung soll das Auge unempfindlicher gegen zukünftige
Entzündungen machen. (Diese Methode ist in letzter Zeit unter
Collie-Revue-Lesern diskutiert worden, wir hatten damit dauerhaften
Erfolg)
Fremdkörper
im Magen
Es ist erstaunlich, was alles in
einen Hundemagen passt. Der Rekord unseres Tierarztes waren 17 Golfbälle
in einem Doggenmagen.
Hat ihr
Hund (Welpe) etwas gefressen, was er besser nicht gefressen hätte, und
ihrem Hund geht’s sehr gut, können sie mit Sauerkraut zum einen
versuchen, die Wände der Peristaltik vor Verletzungen zu schützen oder
zum anderen ein Erbrechen des Unerwünschten zu provozieren.
(Bei unserem Winterstiefel-Innenfutter hats jedenfalls geklappt)
Geht es ihrem Hund aber nicht mehr gut, fahren Sie bitte sofort zu Ihrem
Tierarzt !
Fremdkörper
im Ohr
Gerade
im Sommer rutschen oft Getreidegrannen in die Hundeohren hinein, immer
wieder hört man auch Geschichten von Legosteinen in Hundeohren ?
Symptome:
Schüttelt der Hund heftig mit dem Kopf oder versucht er sich durch Reiben
des Kopfes Erleichterung zu schaffen, denken Sie sofort an Fremdkörper.
Versuchen Sie bitte nicht mit Wattestäbchen in den Ohren
herumzuwischen, im Zweifelsfall machen Sie alles nur noch schlimmer.
Behandlung:
Für solche Situationen hat man immer ein Fläschchen flüssigen
Ohrreiniger bereitstehen, den man großzügig in das Ohr hineinschüttet.
(Sie lesen richtig !) Den Hund am Schütteln hindern !
Massieren Sie zunächst vorsichtig von außen den Ohrgrund, dann soll
sich ihr Freund ordentlich schütteln – hoffentlich spült der
Ohrreiniger den Fremdkörper mit nach außen.
Hat dies
keinen Erfolg, wird’s wieder einmal Zeit, zum Tierarzt zu gehen.
Gebärmutterentzündung
(Pyometra)
Symptome:
Ca. 6-8 Wochen nach der Läufigkeit kommt es zu Ausfluß (eitrigen
Entleerungen der Gebärmutter), meistens trinken die Hündinnen sehr viel.
Oft riechen diese Hündinnen sehr unangenehm. Manchmal entleert sich die
Gebärmutter nicht und es kommt bei hohem Fieber und dramatischer
Verschlechterung des Allgemeinzustandes (Schock) zu einer Ruptur.
Behandlung: immer durch den Tierarzt ! Bitte
verlieren sie keine Zeit !
zunächst Kreislaufstabilisation dann Kastration oder Prostaglandin und
Breitspektrumantibiotika
Hautentzündungen
des Welpen (Juvenile Pyodermie)
Symptome:
Entzündete Stellen am Kopf oder auch am Bauch, Pustel und Abzeßbildung.
Da die Ursache für diese Erkrankung nicht klar ist...
Behandlung:
Desinfizierende Seife und antibiotische Salbe, Spontanheilung
Magendrehung
Symptome:
Unruhe, Brech- und Würgereiz bei zunehmender Aufblähung des Bauches,
Atemnot und gestresstes, hektisches Verhalten. Sie erkennen sicher sofort,
wenn Ihr Hund eine Magendrehung haben sollte.
Behandlung:
Sofort zum Tierarzt ! Jede Minute
ist kostbar und kann lebensrettend sein
Neugeborenen-Ophtalmie
Symptome:
Plötzlich auftretende Schwellung (durch den Eiter) bei noch geschlossenem
Augenlid.
Behandlung:
Jede Minute zählt !
Vorsichtig die Augenlider öffnen, so daß der Eiter ablaufen kann und
antibiotische Augensalbe.
In einem Fall hatten wir keine Salbe zur Hand und haben die Augen mit
dünner Kamillelösung regelmäßig gesäubert.
Ohrenentzündung
(Otitis externa, Ohrenzwang)
Symptome:
Bei manchen Hunden bemerkt man erst sehr spät, dass ein
entzündlicher Prozess stattfindet. Sichere Zeichen sind ständiges
Ohrenschütteln, Schiefhalten des Kopfes oder Reiben und Kratzen des
Kopfes.
Behandlung:
Vorbeugung ist immer das beste: regelmäßig die Ohren auf
Verunreinigungen, Rötungen hin untersuchen und auch dann, wenn nichts
besonderes zu entdecken ist, Spülungen vornehmen. (Wenn's wichtig ist,
weiß Ihr Hund schon, wie's funktioniert)
Häufig entsteht die Ohrenentzündung durch Milben, manchmal auch durch
kleinere Verletzungen. Der Tierarzt wird immer empfehlen, eine
bakteriologische Untersuchung machen zu lassen.
Wir haben für alle Situationen immer die passenden Mittel parat:
Alkoholisches Reinigungsmittel und wahlweise, je nach Ursache Orisel,
Ciloprin, Otiprin
Pemphigus
vulgaris
Symptome:
Entzündungen und auffällige Blasenbildung um die Körperöffnungen
herum, Nagelbettentzündung bei gestörten Allgemeinbefinden, besondere
Empfindlichkeit auf Sonneneinstrahlung
Behandlung:
Prednisolon (nach Diagnose und Empfehlung des Tierarztes),
keine Aussicht auf Heilung, die
Behandlung kann nur eine Linderung der Symptome erreichen.
Persistierende
Milchzähne
bei kleinwüchsigen Hunderassen
häufiger, die Milchzähne fallen trotz nachwachsender Zähne nicht aus.
Besonders die Eckzähne sitzen oft so fest, daß sich die nachwachsenden
Zähne einfach hinter die Milchzähne schieben.
Behandlungsversuch:
Die Hunde sind noch so verspielt, daß man jede Gelegenheit zu Beiß- und
Reißspielen nutzen kann. Wir haben unseren Sheltie-Welpen Socken an die
Tischbeine gebunden. Vorteil: Die Tischbeine bleiben unversehrt.
Manchmal hilft aber nur der Gang zum Tierarzt, um die Zähne operativ
entfernen zu lassen.
Pilzerkrankungen
(Mykosen)
Symptome:
Juckreiz, Haarausfall (kreisrund !), Schuppen
der Juckreiz kann auch fehlen, Sicherheit kann nur eine Pilzkultur bringen
!
Behandlung:
Unser Mittel der Wahl ist Canesten. Mehrmals täglich dünn
aufgetragen, wird auch von den Hunden nicht abgeleckt.
Prostataentzündung
Symptome:
Da es auch unter den Hunden wehleidige und weniger empfindliche gibt, ist
es gar nicht so einfach frühe Symptome zu nennen. Eitriges Sekret kann
eine vergleichsweise harmlose Vorhautentzündung sein, kann aber schon ein
Anzeichen der Prostataentzündung sein. Wir entdeckten einmal die weit
fortgeschrittene Entzündung nur dadurch, daß der Rüde während des
Spazierganges erfolglos versuchte Kot abzusetzen. In einem Fall auch
einmal durch Schmerzäußerungen begleitet.
Behandlung:
Trimethoprim-Sulfamethoxazol oder andere Antibiotika, langfristig hilft
nur die Kastration, da die Prostataentzündung immer wieder gerne
schubweise auftritt. Bei lang anhaltenden Kotabsatzschwierigkeiten
d.diagn. auch immer an Rektumdivertikel denken.
Rachenmandelentzündung
Symptome:
Ein Hund kann genauso heftig husten und prusten wie ein Mensch auch.
Behandlung:
Abschwellende Medikamente, z.B. Dexamethason
Rosenbaum'sches Hausmittel: Kamilledampfbad. Kamillenextrakt in eine
Schüssel mit kochend heißem Wasser geben, und den Hund darüber atmen
lassen, falls der vierbeinige Freund es zulässt, das ganze unter
einer dicken Decke.
Rektumdivertikel
Symptome:
Auftreten nur bei älteren Rüden (!), Kotabsatzschwierigkeiten, d.h.
längeres Sitzen mit und ohne Erfolg, seltener Schmerzäußerungen, meist
bei völlig ungestörtem Allgemeinbefinden. Wird häufig erst spät vom
Besitzer bemerkt.
Vorsicht bei der Diagnose durch die Röntgenaufnahme ! Ältere Rüden
kastriert man gerne aufgrund einer veränderten Prostata, die aber
vielleicht durch das Rektumdivertikel und die größeren Kotmengen nur in
der Lage verändert ist.
Behandlung:
operative Entfernung des Divertikel entweder durch Amputation oder durch
spezielle Falttechniken (es gibt mehrere davon)
Leider schützt die OP nicht vor
Rezidiven.
Scheinträchtigkeit
Symptome:
ca. 6 - 8 Wochen nach der letzten Trächtigkeit fängt die Hündin an und
wird sehr unruhig. Sie sucht geeignete Wurfplätze und dann geeignete
Objekte zum bemuttern. Manchmal werden sogar Spielsachen mit auf den
Spaziergang genommen, um sie ausreichend "behüten" zu können.
Schimpfen Sie nicht !
Die Zeit geht von alleine vorbei. Allerdings werden die Symptome häufig
immer ausgeprägter.
Eine unserer Hündinnen verteidigt nachhaltig ihr definiertes
"Wurflager", das endet regelmäßig in Beißerein. Diese Hündin
hatte übrigens auch schon Welpen
Behandlung:
Sie müssen selbst entscheiden, wer sich mehr quält Sie oder die Hündin.
Langfristig hilft die Sterilisation.
Schilddrüsenunterfunktion
Symptome:
Die Veränderungen verlaufen allmählich, so daß man an eine
Schilddrüsenerkrankung erst sehr spät denkt. Der Hund wird ruhiger und
träger, schläft viel, ist ohne Interesse an seiner Umgebung, neigt zur
Gewichtszunahme. Das Haarkleid wird schuppig, struppig und fällt
teilweise symmetrisch aus. Auch der Gesichtsausdruck scheint
melancholisch. Begleitend kommen Symptome wie: Durchfall, Verstopfung,
Gelenkschmerzen.... hinzu.
Symmetrische Haarausfälle sind immer ein Hinweis auf hormonelle
Störungen !
Behandlung:
Wenn die Diagnose wirklich sicher ist (das ist bei der Fülle der Symptome
das schwierige)...
L-Thyroxin lebenslänglich.
Vestibular-Syndrom
(Vestibuläres Syndrom,
Geriatrisches Vestibulärsyndrom, Geriatrisches Vestibularsyndrom,
Idiopathisches Vestibulärsyndrom, Idiopathisches Vestibularsyndrom)
Alle diese Bezeichnungen stehen für eine Störung des
Gleichgewichtsorgans (auch Vestibularapparat), das sich im Innenohr
befindet. Die Folge sind Störungen der Bewegung und der Orientierung im
Raum bzw. Störungen der Bewegungskoordination. Geriatrisch bezeichnet die
Altersgruppe näher, bei der dieses Krankheitsbild häufiger auftritt, nämlich
ältere Tiere, allerdings können auch jüngere betroffen sein. Wir
haben es zweimal bei Hunden erlebt, die jeweils über 13 Jahre alt waren.
Die Erkrankung tritt
ohne jede Vorwarnung auf, das sich eben noch vollkommen normal verhaltende
Tier kann unter Umständen umfallen und sich nicht mehr aus eigener Kraft
erheben. Dazu kommt eine Kopfschiefhaltung (die kranke Seite zeigt nach
unten), evt. eine Schiefhaltung des Ohres (wenn möglich auf Grund der
Form). Oft haben die Tiere Mühe, geradeaus zu laufen, sie wirken wie
Betrunkene, erscheinen desorientiert. Einige laufen im Kreis oder können,
wenn sie schwer betroffen sind, eben nicht mehr aufstehen. Sehr viele
Tiere zeigen gerade anfänglich und in den ersten Tagen ein Zucken der Augäpfel
von einer Seite zur anderen (oder wie kreisend), das medizinisch Nystagmus
genannt wird, möglich ist auch Schielen (Strabismus). Tiere, die schwerer
betroffen sind, fühlen sich ähnlich Menschen, die Karussell fahren
schlecht vertragen, ihnen ist übel, teilweise erbrechen sie auch.
In den meisten Fällen
aber fühlen sich die Tiere relativ wohl und können fressen und Wasser
trinken, benötigen hier aber mitunter Hilfe.
Die Symptome werden
ausgelöst durch eine Störung im Gleichgewichtsorgan.
Diese Erkrankung kann bei allen Tierarten wie beispielsweise
Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen (hier gibt es interessanterweise eine Häufung
der Fälle bei Katzen im mittleren Lebensalter und in den Spätsommer-
bzw. Herbstmonaten) und Hunden auftreten.
Da die Ursache nicht
genau bekannt ist, gibt es keine spezielle Therapie, dennoch ist der Gang
zum Tierarzt sinnvoll.
Für die Erholung braucht es ein wenig Geduld von Seiten der Halter, oft
sind es zunächst kleine Fortschritte, beispielsweise hören die
Augenbewegungen meist schon nach einigen Tagen wieder auf. Innerhalb von
48 Stunden sollte insgesamt eine Besserung feststellbar sein, die sich in
den nächsten Tagen kontinuierlich fortsetzt. Beim Hund sollte das
geriatrische Vestibular-Syndrom nach einer, spätestens zwei Wochen
abgeklungen sein.
Vorhautenzündung
(Hundetripper)
Symptome:
Eitriger Ausfluß, bzw. einzelne Eitertropfen in den Haaren d.
Geschlechtsteiles.
Behandlung:
Spülung der Vorhaut mit Caniprevent (o.ä.) und anschließend
antibiotische Eutersalbe.
Gerade für Deckrüden empfiehlt sich die regelmäßige Spülung,
unabhängig von einer evtl. Entzündung.
Allerdings tritt diese Entzündung gerade bei langhaarigen Rassen häufig
auf, kommt nach erfolgreicher Behandlung immer wieder, und bleibt lange
unbemerkt.
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