Der alte Hund und ...

Bösartigkeit
Hitze
Operationen
Senilität
Stubenreinheit
Tierarztbesuche
Verirren
Zähne

zum Ende:

 

Bösartigkeit

Ein alter Hund wird bestimmt nicht immer bösartig und nicht notwendigerweise – aber wie alte Menschen werden sie manchmal launisch und leicht reizbar; vielleicht auch einfach nur deswegen, weil die Sinne nachlassen und die verschiedenen Reize nicht mehr so leicht einzuordnen sind.

Hitze

Der Kreislauf des alten Hundes ist nicht mehr so gut wie in seinen jungen Jahren, deswegen muss er aber kein Mäntelchen tragen.

 Operationen

Wenn eine Operation ansteht und notwendig ist, sollte es völlig egal sein, wie alt der Hund ist, gerade alte Hunde vertragen manche Narkosen häufig recht gut. Der Tierarzt dürfte hier der beste Ratgeber sein.

 Senilität

Wenn ein Hund sehr alt ist, wird er langsam, schwach und manchmal sogar wunderlich. Seine Stimme wird leiser und stumpfer aber eine geistige Verwirrtheit und Unzurechnungsfähigkeit wie bei älteren Menschen wird sehr selten eintreten.

 Stubenreinheit

Man muß bei einem sehr alten Hund auch damit rechnen, dass er aufhört stubenrein zu sein, aber im allgemeinen wirklich nur in sehr sehr hohem Alter.

Tierarztbesuche

Mit jedem Hund sollte man mindestens 1 x jährlich beim Tierarzt vorbeischauen, mit einem älteren und alten Hund in kürzeren Abständen. Am besten mindestens 2 x im Jahr.

 Verirren

Ein alter Hund verliert leicht die Orientierung, die Sinne funktionieren einfach nicht mehr so gut. Es kann ohne weiteres passieren, dass der Opi von zu Hause fortwandert und den Rückweg nicht mehr findet.

 Zähne

Viele alte Hunde haben bis zuletzt tadellose Zähne. Hier spielen rassetypische Prädispositionen und die Haltungsbedingungen während des Lebens eine große Rolle.  Bei auffälligem Mundgeruch oder Schwellungen unter dem Auge muß man immer an einen vereiterten Zahn denken – der dann unverzüglich zu entfernen ist. 

Manchmal entdeckt man Veränderungen in der Maulhöhle nur durch Verfärbungen der Vorderbeine. Während der Hund schläft, tropft der stärker auftretende Speichel auf die Vorderbeine, trocknet dort und hinterlässt irgendwann Flecken. 

 zum Ende:

Einen alten Hund zu verlieren oder auch nur die Angst davor ist keine Kleinigkeit. Aber mit der Verantwortung über sein Leben hat man oft auch die Verantwortung für sein Sterben übernommen. Selten, dass der treue Gefährte friedlich und einfach so in seinem Körbchen einschläft.

Ein paar Fragestellungen, die bei der schwierigen Entscheidung für die Euthanasie hilfreich sein können:

-         Hat er noch Freude am Leben ?

-         Hat er große Schmerzen ?

-         Kann man ihm ein annähernd schmerzfreies Leben gestalten ?

-         Hat dies Auswirkungen auf die Familie ?

-         Können Sie die Kosten tragen ?

-         Ist der Zustand hoffnungslos ?

 Die letzte Entscheidung bedeutet nicht einfach, den Hund zu töten. Es ist häufig nicht die Wahl, ob der Hund sterben oder leben soll. Dass er bald sterben wird, ist klar, aber der Tierhalter muss entscheiden, ob er den beste Freund einen langsamen vielleicht unsäglich schmerzhaften Tod sterben lassen oder seine Leiden schnell und schmerzlos beenden soll. 

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